An dieser Stelle noch einge weitere Angaben zu ExtremeFFS:
Wie funktioniert ExtremeFFS?
SanDisk entwickelte das ExtremeFFS Flash-Dateiverwaltungssystem, um die Random-Schreibleistung zu maximieren. Dieses funktioniert nach einem kachelbasierten Algorithmus, bei dem es keine feste Verknüpfung zwischen physikalischer und logischer Speicherstelle gibt. Wird ein Datensektor geschrieben, so legt die SSD diesen am praktischsten und effizientesten Ort ab. Das Ergebnis ist eine Verbesserung der Random-Schreibleistung – um bis zu 100 Mal – sowie der Lebensdauer insgesamt.
ExtremeFFS weist eine vollkommen blockierungsfreie Architektur auf, in der alle NAND-Channels unabhängig voneinander agieren können. So ist es möglich, dass einige lesen, während andere schreiben oder den Speicher bereinigen. Ein weiteres wichtiges Element des ExtremeFFS ist die nutzungsabhängige Content-Lokalisierung: Das Flash-Verwaltungssystem „lernt“ die Nutzermuster und kann dadurch die Daten mit der Zeit so lokalisieren, dass Leistung und Lebensdauer des Produkts maximiert werden. „Dieses Feature erscheint möglicherweise nicht unter den Vergleichswerten. Wir sind jedoch der Meinung, dass es für den Endnutzer sehr hilfreich ist“, so Heye.
Neue Metriken für Leistung und Lebensdauer
Da die Leistung von Festplatten in RPM (Umdrehungen pro Minute) gemessen wird, benötigten SSDs eine einfache Leistungsmetrik zum Vergleich, erklärte er. Mit virtualRPM (vRPM) können Verbraucher in PCs genutzte SSDs auf exakte und einfache Weise mit HDDs sowie untereinander vergleichen, so Heye weiter. „vRPM gibt Antwort auf die Frage: Wie schnell müssten Sie eine virtuelle HDD drehen, um das Leistungsniveau einer SSD in einem PC zu erreichen?“ Heye prognostizierte, dass die Nettoleistung von SSDs im kommenden Jahr im Vergleich zur aktuellen SSD-Generation viermal und im Vergleich zu den neuesten 2,5“-HDDs knapp sechsmal schneller sein wird.
Joseph Unsworth, Forschungsdirektor bei Gartner, zu vRPM: „Es hat eine wahre Schwemme an SSD-Produkten unterschiedlicher Qualität gegeben, die bei Verbrauchern und Unternehmen zu unnötigem Rummel und Verwirrung geführt haben. Die Unterstützung einer gemeinsamen Metrik durch die Branche, die das Wertversprechen einer SSD auf Augenhöhe mit einer HDD vermittelt, wird angesichts der Preisrückgänge für die Aufklärung und die daraus resultierende Annahme durch den Endnutzer maßgeblich sein.“
Neben vRPM bietet SanDisk Long-Term Data Endurance (LDE) an - die branchenweit erste Metrik zur Messung der langfristigen Lebensdauer von Daten, die die Lebensdauer vereinfacht als anschauliche Zahl darstellt. „So ähnlich wie bei der Messung der Abnutzung eines Reifenprofils“, erklärte Heye. „Große PC-OEMs und Konkurrenten im SSD-Markt haben den Erstvorschlag von SanDisk untersucht und dazu Stellung genommen.“ Des Weiteren hat SanDisk einen Antrag und ein White Paper bei der JEDEC eingereicht, der führenden Organisation zur Standardisierung von Solid State-Produkten.
LDE gibt die Gesamtmenge an Datenschreibvorgängen wieder, die während der Lebensdauer einer SSD möglich sind. SanDisk wird seine künftigen SSD-Produkte für PCs mit LDE ausrüsten. „Wir bestärken andere darin, dem Beispiel von SanDisk zu folgen“, so Heye weiter.
Zum Einfluss von LDE auf den Einsatz von SSDs sagte Greg Wong von Forward Insights: „LDE gibt OEMs eine einfache Methode an die Hand, SSDs zu vergleichen und auf Grundlage der Gebrauchsmuster der Anwendungen zu bestimmen, welche Laufwerke für eine konkrete Anwendung geeignet sind. Das Schöne an LDE ist, dass die Lebensdauer mit einer einzigen verständlichen Zahl dargestellt werden kann. Eine gemeinsame Metrik ist erforderlich, um den Einsatz von SSDs voranzutreiben.“
(Anmerkung

er LDE-Antrag und das White Paper sowie Hintergrundinformationen zu vRPM sind auf der Internetseite von SanDisk unter
www.sandisk.com/SSD/Tech_and_metrics)verfügbar.